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Die Welt von Eis und Feuer – Die Frühgeschichte von Westeros

    Die Welt von Eis und Feuer – Die Frühgeschichte von Westeros

    Article Die Welt von Eis und Feuer – Die Frühgeschichte von Westeros by TonyDawn: Cover image serves as a symbol image, is not original image material and was generated via AI.

    Die Welt von Eis und Feuer – Die Welt vor den Sieben Königslanden

    Die Welt von Game of Thrones hat uns zahlreiche Geschichten über die Vergangenheit von Westeros eröffnet. Sei es durch die alten Götter des Nordens, die Kinder des Waldes oder die Legenden rund um Brandon den Erbauer. Doch lange bevor die Targaryen über die Sieben Königslande herrschten, wurde Westeros bereits von Kriegen, Bündnissen und ganzen Völkern geprägt.

    In diesem Artikel werfen wir einen genaueren Blick auf das Zeitalter der Dämmerung, die Ankunft der Ersten Menschen und das darauffolgende Zeitalter der Helden. Zum Abschluss werfen wir einen kurzen Blick auf die Ankunft der Andalen und damit auf den Beginn eines weiteren großen Wandels, der die Kultur und den Glauben Westeros nachhaltig prägen sollte.

    Zwischen diesen Ereignissen liegen jedoch auch die Lange Nacht und der Aufstieg Valyrias. Beide haben die Geschichte dieser Welt entscheidend geprägt, würden den Rahmen dieses Artikels jedoch sprengen. Deshalb werden wir ihnen jeweils einen eigenen Artikel innerhalb unserer Reihe „Die Welt von Eis und Feuer“ widmen. Auch die Geschichte der Andalen wird uns später noch einmal ausführlicher beschäftigen.

    Zeitalter der Dämmerung – Westeros vor den Menschen

    Niemand kann mit Sicherheit sagen, wann die Geschichte der bekannten Welt wirklich begann. Selbst die Maester sind sich darüber uneinig, wie alt sie überhaupt ist. Sicher ist nur, dass lange vor den großen Häusern, Königen und Kriegen eine Zeit existierte, aus der kaum schriftliche Überlieferungen erhalten geblieben sind: das Zeitalter der Dämmerung.

    Während in Essos bereits verschiedene Völker lebten, gehörte Westeros noch den Kindern des Waldes und den Riesen. Die Riesen waren gewaltige, mit dichtem Fell bedeckte Wesen, die weder Häuser errichteten noch Könige oder Lords kannten. Sie lebten in Höhlen oder unter großen Bäumen und nutzten einfache Werkzeuge aus Holz und Stein.

    Deutlich geheimnisvoller waren jedoch die Kinder des Waldes. Sie lebten in kleinen Gemeinschaften in Wäldern, Sümpfen, Höhlen und teilweise sogar auf schwimmenden Inseln. Metall kannten sie nicht. Stattdessen fertigten sie Waffen aus Obsidian, das später als Drachenglas bekannt wurde, und Bögen aus Wehrholz.

    Angeführt wurden sie von ihren Grünsehern, denen zahlreiche übernatürliche Fähigkeiten nachgesagt wurden. Einige sollen durch die Augen der in Wehrholzbäume geschnitzten Gesichter geblickt haben, während andere angeblich in die Vergangenheit oder sogar Zukunft sehen konnten. Auch die später bekannten Leibwechsler und Warge werden mit ihren Fähigkeiten in Verbindung gebracht.

    Doch wie so oft bei der ältesten Geschichte Westeros lässt sich nur schwer zwischen Wahrheit und Legende unterscheiden. Denn die Welt, in der die Kinder des Waldes und Riesen lebten, sollte sich mit der Ankunft der Ersten Menschen für immer verändern.

    Die Frühgeschichte von Westeros

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    Die Ersten Menschen – Krieg, Wehrholzbäume und der Pakt

    Etwa acht- bis zwölftausend Jahre vor Aegons Eroberung erreichte ein neues Volk Westeros.
    Die Ersten Menschen überquerten eine Landbrücke, die Essos und Dorne miteinander verband und heute als der Gebrochene Arm bekannt ist. Von dort aus breiteten sie sich immer weiter über den Kontinent aus. Doch Westeros war keineswegs unbewohnt.

    Die Ersten Menschen errichteten Dörfer und Befestigungen, brachten Pferde, Vieh und Waffen aus Bronze mit sich und begannen, das Land für sich zu beanspruchen. Dafür fällten sie auch die heiligen Wehrholzbäume, in deren Stämme die Kinder des Waldes ihre Gesichter schnitzten.
    Für sie waren diese Bäume jedoch weit mehr als Holz. Sie gehörten zu ihrem Glauben und ermöglichten den Grünsehern der Legende nach sogar, durch ihre Augen zu sehen.

    Aus diesem Konflikt entstand ein Krieg, der sich über Generationen erstreckte. Die Kinder des Waldes setzten ihre Waldtänzer und angeblich sogar Tiere gegen die Eindringlinge ein. Doch die Ersten Menschen waren zahlreich, körperlich überlegen und immer schwerer aufzuhalten.

    Schließlich erkannten beide Seiten, dass dieser Krieg keinen Sieger hervorbringen würde. Auf der Insel der Gesichter im Götterauge schlossen die Kinder des Waldes und die Ersten Menschen deshalb den sogenannten Pakt. Die Menschen erhielten das offene Land, während die tiefen Wälder den Kindern überlassen wurden. Gleichzeitig versprachen die Ersten Menschen, keine weiteren Wehrholzbäume zu fällen. Als Zeugen des Bündnisses wurden in sämtliche Wehrholzbäume der Insel Gesichter geschnitzt.

    Mit der Zeit übernahmen die Ersten Menschen sogar den Glauben der Kinder. Ihre eigenen Götter gerieten in Vergessenheit und die namenlosen alten Götter der Wälder, Flüsse und Steine wurden auch zu ihren Göttern – ein Glaube, der im Norden noch während der Handlung von Game of Thrones fortbesteht.

    Doch vieles aus dieser Epoche wurde über Jahrtausende zu Legenden. Selbst die angebliche Zerstörung der Landbrücke durch die Grünseher wird von den Maestern angezweifelt. Nach dem Pakt folgte schließlich das Zeitalter der Helden und irgendwann auch die Lange Nacht. Kinder des Waldes und Menschen sollen damals erneut Seite an Seite gestanden haben. Was davon tatsächlich geschah und was erst später zum Mythos wurde, lässt sich heute kaum noch voneinander trennen.


    Zeitalter der Helden – Zwischen Geschichte und Legende

    Mit dem Pakt zwischen den Ersten Menschen und den Kindern des Waldes endete das Zeitalter der Dämmerung und eine neue Epoche begann. Das Zeitalter der Helden sollte mehrere Jahrtausende andauern und brachte zahlreiche Königreiche, Adelshäuser und Persönlichkeiten hervor, deren Namen selbst zur Zeit von Game of Thrones noch bekannt sind.

    Die Ersten Menschen breiteten sich über Westeros aus, errichteten Burgen und gründeten immer neue Herrschaftsgebiete. Aus zahlreichen kleinen Königen und mächtigen Lords entstanden mit der Zeit jene Reiche, aus denen Jahrtausende später die Sieben Königslande hervorgehen sollten. Namen wie Brandon der Erbauer, Garth Grünhand, Lann der Listige oder Durran Götterfluch wurden dabei zu einem festen Bestandteil der Geschichte Westeros.

    Doch genau hier beginnt das Problem. Die Geschichten über diese Männer wurden erst Tausende Jahre später niedergeschrieben. Einige sollen über Jahrhunderte regiert, gewaltige Bauwerke errichtet oder Taten vollbracht haben, die kaum von Magie zu unterscheiden sind.
    Andere Erzählungen enthalten sogar eindeutige Widersprüche. So wurde Serwyn vom Spiegelschild in späteren Geschichten beispielsweise zu einem Ritter der Königsgarde gemacht – obwohl dieser Orden erst unter Aegon dem Eroberer entstand.

    Dennoch hinterließen die Ersten Menschen etwas, das zuvor kaum vorhanden war: Ruinen, Burgen und Grabstätten. Sie geben den Maestern zumindest die Möglichkeit, einen Teil der Legenden mit tatsächlichen Überresten zu vergleichen.

    Auch die aus Game of Thrones bekannten großen Häuser führen ihre Geschichte teilweise auf diese Zeit zurück. Winterfell soll mit Brandon dem Erbauer verbunden sein, während die Herrschaft der Lannisters über Casterlystein ihren Ursprung in den Geschichten über Lann den Listigen findet.

    Wo historische Personen enden und Legenden beginnen, lässt sich heute kaum noch feststellen. Sicher ist nur, dass während des Zeitalters der Helden die ersten Grundlagen für jenes Westeros entstanden, das Jahrtausende später von Stark, Lannister und anderen großen Häusern beherrscht werden sollte.


    Die Andalen – Eine neue Kultur erreicht Westeros

    Noch während des Zeitalters der Helden wurde Westeros von einem Ereignis erschüttert, das beinahe die gesamte bekannte Welt verändert hätte: der Langen Nacht. Menschen und Kinder des Waldes sollen sich erneut verbündet haben, während zahlreiche Legenden über die Anderen und einen Winter entstanden, der eine ganze Generation andauerte. Da dieses Ereignis jedoch weit über diesen Abschnitt hinausgeht, widmen wir der Langen Nacht einen eigenen Artikel unserer Reihe.

    Jahrtausende später erreichte schließlich ein weiteres Volk Westeros. Die Andalen kamen aus Essos und brachten neben neuen Waffen und Herrschern auch ihre eigene Kultur und vor allem ihren Glauben mit sich.

    Damit trafen zwei unterschiedliche Welten aufeinander. Während die Nachfahren der Ersten Menschen die alten Götter vor den Gesichtern der Wehrholzbäume verehrten, glaubten die Andalen an die Sieben. Kriege und Konflikte waren die Folge, doch mit der Zeit vermischten sich auch beide Kulturen miteinander.

    Die Spuren davon begegnen uns noch in Game of Thrones. Während die Starks weiterhin vor den Wehrholzbäumen beten, dominiert der Glaube an die Sieben große Teile des Südens.

    Doch wie die Andalen überhaupt nach Westeros gelangten und welche Konflikte ihre Ankunft auslöste, ist eine eigene Geschichte – und eine, auf die wir innerhalb dieser Reihe noch zurückkommen werden.


    Conclusion: Die Welt von Eis und Feuer – Die Frühgeschichte von Westeros

    Die Geschichte von Westeros begann lange vor den Targaryen, dem Eisernen Thron und den Kriegen, die wir aus Game of Thrones kennen. Kinder des Waldes, Erste Menschen, vergessene Helden und die Ankunft der Andalen legten bereits Jahrtausende zuvor den Grundstein für diese Welt.

    George R. R. Martin zeigt damit eindrucksvoll, dass eine Fantasywelt nicht erst mit ihrer eigentlichen Handlung beginnt. Sie besitzt eine Vergangenheit, aus der Kulturen, Religionen, Konflikte und Legenden entstehen und die ihr eine eigene Seele verleiht.

    Und dennoch haben wir damit nur einen kleinen Teil ihrer Geschichte erzählt. Denn hinter Westeros und Essos liegen noch unzählige Zeitalter, Reiche und Geheimnisse, die darauf warten, entdeckt zu werden.

    Manche Geschichten beginnen lange vor ihren Helden – und leben noch Jahrtausende nach ihnen weiter.

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